Die Welt von Thief - The Dark Project

Ein paar Worte vorweg...



Wer nie Thief - The Dark Project gespielt hat, dürfte es ein wenig schwer mit dem Einfinden in die Gegebenheiten meines Buches haben.

Aus diesem Grund hier eine kleine Skizze der Welt um Dark Project und der Geschehnisse.


Garrett


Dark Project spielt in einer fiktiven mittelalterlichen Welt, in der es bereits technische Neuerungen, aber auch Hexerei und Magie gibt.

Die Hauptperson des Spiels ist Garrett, ein meisterhafter Dieb und ein recht menschenscheuer zynischer Charakter.
Er wächst elternlos als Strassenkind auf und schlägt sich als kleiner Taschendieb durch, bis ihn die Hüter bei sich aufnehmen.

Die Hüter sind ein Geheimbund, der sich dem Gleichgewicht der Kräfte verschrieben hat. Durch ihre magischen Schriftzeichen und andere aussergewöhnliche Fähigkeiten sind die Hüter nahezu unsichtbar. Die Bevölkerung ahnt nichts von ihrer blossen Existenz und weiss nicht, dass seit Jahrhunderten alle gesellschaftlichen und politischen Vorgänge jederzeit genauestens beobachtet, analysiert und archiviert werden.
Die Hüter greifen nur selten in die Vorgänge ein, sehen sie jedoch das Gleichgewicht der Machtverhältnisse gefährdet, handeln sie - meist über dritte.

Gamall und Carduca

Die Deuter der Prophezeihungen der Hüter


In der Welt des Spiels werden die oppositionellen Kräfte vor allem durch Hammeriten bzw. Mechanisten und Heiden verkörpert.

Die Hammeriten, aus denen die Mechanisten später hervorgehen, sind ein monotheistischer Orden, der im Symbol des Hammers die gottgegebene menschliche Fähigkeit, die Welt zu verändern und sie sich untertan zu machen, sieht. Sie beten den "grossen Erbauer" an und sind zunächst die stärkste den technischen Fortschritt vorantreibende Macht. Gleichzeitig sind sie in ihren Werten extrem konservativ.

Die später von ihnen abtrünnigen Mechanisten sehen die kompromisslose Technisierung der gesamten Welt als Heilslehre und sind noch wesentlich radikaler.

Hammeriten

Die Hammeriten betrachten den Hammer als Geschenk des Erbauers.


Ihnen entgegen steht ein pantheistischer Kult, der die Natur und ihre Gottheit, den Schwindler, anbetet. Man bezeichnet seine Mitglieder allgemein als Heiden, obwohl das wohl eine Frage des Standpunkts ist.

Die Heiden leben auf naturgebundene Weise und sind lange Zeit ein verborgen lebendes, friedvolles Volk und leichtes Opfer für die Anfeindungen der Hammeriten und Mechanisten. Erst nach furchtbaren Massakern durch die Mechanisten besinnen sie sich auf die magischen Kräfte der Natur und schlagen mithilfe ihrer wehrhaften Schamanen zurück.


Die Heiden

Sie beten den Schwindler an.


Der Schwindler, ihre Gottheit, ist den fortschrittlicheren Menschen ausgesprochen feindlich gesinnt, da sie mit ihren Hämmern und Äxten sein Reich zerstören, um das ihre zu errichten.

Der Heidengott Schwindler

Der Schwindler ist eine Naturgottheit, die von Rachsucht den Menschen gegenüber geprägt ist.


Weitere Gruppen, die eine Rolle im Geschehen spielen, sind Bürger und Adelige, die der Erbauerreligion angehören, Stadtwachen, eine magische Sekte namens "Bruderschaft der Hand" und die Diebesgilde der Downwinder, denen Garrett nicht angehört.

Er ist ein Einzelgänger. Als die Hüter ihn aufgrund seiner hervorstechenden Talente aufnehmen, ist er ein etwa dreizehn bis fünfzehn Jahre alter Junge.

Garrett

Er schlug sich als Strassenkind durch.


In seinen aussergewöhnlichen Veranlagungen sollen sie sich nicht getäuscht haben: Bald ist er ihr grösster Hoffnungsträger.

Er jedoch kehrt ihnen den Rücken, da er sich nicht in das Korsett ihrer Pläne mit ihm zwängen will und seinem von ihnen in ihren Prophezeihungen vorhergesehenen Schicksal mehr als nur skeptisch gegenübersteht.
Vom Tag seines Bruchs mit ihnen an lassen die Hüter ihren abtrünnigen Schüler nicht aus den Augen.

Er beschliesst, eine andere Verwendung für seine erlernten Fähigkeiten der Unsichtbarkeit und Tarnung zu finden.

Die Strasse der Diebe

...sind die Dächer der Stadt


In kürzester Zeit entwickelt Garrett sich zu einem Meister seines Fachs. Die extravaganten Aufträge sind es, die ihn reizen und er liebt es, sie mit Stil durchzuziehen.

Weder Herrenhäuser noch das Hammeritenhauptquartier inklusive Gefängnis sind vor ihm sicher und er legt sich notfalls auch mit den Untoten an, die durch die Katakomben der Stadt geistern, wenn es dort unten etwas zu holen gibt.

Kontakt zu seinen alten Lehrmeistern pflegt er nicht, der einzige von ihnen, der ihn überhaupt noch erreichen kann, ist Hüter Artemus, dessen Verhältnis zu ihm dem eines Freundes nahekommt, obwohl Garrett im Grunde Beziehungen zu anderen Menschen zu vermeiden sucht.

Untote

Sie sind auf verlassenen Friedhöfen oder in alten Ruinen keine Seltenheit.


Garretts aussergewöhnlicher Ruf wird ihm an dem Tag zum Verhängnis, als Konstantine, ein exzentrischer Sammler von skurilen Seltenheiten, ihm eine Unsumme für die Beschaffung eines Steins namens "Das Auge" bietet.

Constantine

Ein zweifelhafter Auftraggeber


Um an den Stein kommen zu können, der vor vielen Jahren versiegelt wurde, macht er sich auf eine gefährliche Suche und legt sich gleichermaßen mit Hütern, Hammeriten und Magiern an, unwissend, dass diese geschworen haben, die Welt vor der Macht des Auges zu schützen.


Als er den Stein schliesslich mühevoll erlangt hat und nichtsahnend zu seinem Auftraggeber bringt, zeigt dieser sein wahres Gesicht. Er ist kein anderer als der Schwindler selbst.


Die Schergin des Schwindlers

Viktoria greift Garrett an.


Der Honigmacher, Gott der Heiden, war geschwächt durch den Verlust des Artefakts und ist nun dank Garrett zu neuer Stärke gelangt.

Nicht genug damit, dass die Wiedererstarkung dieses Gottes die Zivilisation in ernste Gefahr bringt, seine engste Vertraute Viktoria reisst dem jungen Meisterdieb das rechte Auge aus, um den Stein wieder sehend werden zu lassen. Der Waldfürst bringt Garrett beinahe um.

Auge um Auge

Der Schwindler aktiviert den Stein mit Garretts eigenem Auge.


Nur das Eingreifen der Hüter verhindert Garretts Tod. Sie wissen immer, wo sie ihren verlorenen Bruder finden.


Die Hüter befreien ihren abtrünnigen Bruder

Garretts Schicksal wird mehr als einmal durch ihr Eingreifen beeinflusst.


Der Angriff des Schwindlers auf die menschliche Zivilisation lässt nicht lange auf sich warten und ist verheerend: Der Naturgott lässt seine schrecklichen Kreaturen auf die Menschen los und selbst die unerschrockenen Hammeriten sind überfordert. Die Menschen sterben wie Fliegen.

In dieser verzweifelten Lage schliessen sich Garrett und seine Erzfeinde zusammen. Die Hammeriten erstellen eine exakte Replik des mächtigen Steins und Garrett bricht in die Höhle des Löwen ein, um sie dem Schwindler vor dessem wichtigsten Ritual unterzuschieben.
Dieser bemerkt den Tausch nicht und das Ritual, das er mit dem echten Auge hätte ausführen müssen, schlägt fehl und tötet den Heidengott.

Die Hammeriten bauen eine Replik des Auges

Nur der echte Stein verleiht dem Schwindler seine Macht.


Ungewollt hat Garrett so die erste Prophezeihung erfüllt und den Schwindler besiegt.

Allerdings will er davon nichts hören. Zum Dank für seine Taten geben ihm die Hammeriten ein mechanisches Auge, das zu seinem auffälligsten Kennzeichen wird.

Die Warnungen seines Freundes Artemus vor einer neuen aufkeimenden Gefahr schlägt er in den Wind. Er hofft, nun sein eigenes Leben führen zu können.

Garretts künstliches Auge

Es verleiht ihm besondere Fähigkeiten.


Einige Zeit vergeht nach diesem Abenteuer, ohne dass etwas aussergewöhnliches geschieht.
Die Hammeriten und Garrett hegen und pflegen wieder ihre alte Feindschaft und er weigert sich weiterhin, den Hütern Gehör zu schenken.

Das metallene Zeitalter

Eine unheilvolle Zeit bricht an.


Der Orden der Hammeriten spaltet sich, als ein selbsternannter Prophet die Bildfläche betritt: Karras ist der Ansicht, dass die Natur ein Makel ist und nur Technik der Perfektion des Erbauers nahekommt.

Seine fanatischen Anhänger setzen diese Vorstellung mit erschreckender Effektivität um und sehr bald ist es schlecht bestellt um alles natürliche im Wirkungskreis der Mechanisten.


Karras

Der selbsternannte Prophet der Mechanisten


Etwa gleichzeitig mit dem Machtzenit dieses reichlich skurilen Heilsbringers stellt Garrett fest, dass jemand in höhergestellten Kreisen offenbar seinen Kopf will, denn die Stadtwache ist bemerkenswert erpicht darauf, ihn nicht nur zu fangen, sondern möglichst gleich zu töten.

Zur gleichen Zeit machen ihn die Hüter darauf aufmerksam, dass eine grosse Gefahr vom angebrochenen "Metallenen Zeitalter" ausgeht, was er nur mit viel Widerwillen zur Kenntnis nimmt.

Die Prophezeihungen der Hüter

Garrett möchte nicht wissen, was seine Zukunft bringt.


Er nutzt seine Fähigkeiten, um herauszubekommen, wem er ein so grosser Dorn im Auge ist und warum.
Die Spur führt ihn zum Sheriff der Stadtwache, der offenbar von Karras selbst den Befehl zu Garretts Ermordung erhalten hat.

Sheriff Truart

Auf sein Geheiss hin soll Garrett beseitigt werden.


Als Sheriff Truart jedoch nahezu vor Garretts Augen umgebracht wird und er in ernste Gefahr gerät, für diese Tat verantwortlich gemacht zu werden, macht er sich selbst auf die Suche nach dem Mörder und stösst auf eine Verschwörung der Heiden gegen Karras, die von Konstantines engster Vertrauter, Viktoria, angeführt wird.


Garrett hat sie nicht gerade in guter Erinnerung, war sie es doch, die ihn für den Schwindler angeworben und ihm auf Befehl des Heidengottes das Auge herausgerissen hat.


Viktoria

Sie ist die härteste Gegnerin der Mechanisten.


Dennoch gelingt es ihr, ihn zu überzeugen, sich den Heiden anzuschliessen, um den gemeinsamen Feind zu besiegen.


Mithilfe ihrer Spione und seiner Talente sammeln sie Informationen über den "Propheten", der in der Lage ist, künstliche Intelligenz zu erschaffen, und seine mechanischen Kreaturen liebevoll als seine "Kinder" bezeichnet.


Kind des Karras

Der wahnsinnige Prophet verachtet die Natur.


Sie kommen schnell dahinter, dass er vollkommen wahnsinnig geworden ist.
Er plant einen Angriff auf alles Leben mithilfe eines giftigen Gases, das er in grossen Mengen zu produzieren in der Lage ist, um seine Vision eines paradiesischen Endzustandes der Welt ohne jedes natürliche Leben – seines selbstverständlich ausgenommen – in die Realität umzusetzen.

Träger des Giftes sind seine allgegenwärtigen "Kinder", die sich gerade in den Haushalten des Adels grosser Beliebtheit als Diener erfreuen.


Karras' Diener

Sie sind in Wirklichkeit eine Waffe.


Viktoria verliert bei dem Versuch, Karras selbst aufzuhalten, ihr Leben.

Garrett hingegen dringt in das Hauptquartier des Mechanistenanführers ein und pogrammiert unbemerkt die Leitsignale für Karras' Kreaturen um, so dass sie den Angriff in seinem hermetisch abgeriegelten Refugium ausführen.

So findet nur Karras selbst den Tod durch seine Wunderwaffe.


Viktorias letzter Kampf

Garretts Mitstreiterin opfert ihr Leben.


Dass auch dieses Geschehen von den Hütern korrekt vorausgesehen wurde, veranlasst Garrett, seinen rebellischen Pfad zu verlassen und sich ihnen mit grosser Zurückhaltung wieder anzunähern.



Hier enden die ersten beiden Teile der Dark-Project-Reihe und etwa in diesem Zeitraum setzt meine Geschichte an.




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