Glyphendruck für Jacken, T-Shirts etc.



Für ein Treffen des Eidos-Forums habe ich vor ein paar Monaten eine Thief-Jacke entworfen.
Dank eines erschütternd unfähigen Verkäufers bei Ebay hat es auch nur vier Monate gedauert, bis die Jacken geliefert waren, die Suche nach einer vernünftigen Druckerei und die Herstellung von Vektorgrafiken kostete nochmal eine halbe Ewigkeit, aber immerhin ist zum Schluß was vernünftiges dabei rumgekommen.




Da es einige User gab, die sich gerne noch eingeklinkt hätten, aber zu spät dran waren, stelle ich Euch hier die PDF-Dateien dafür zur Verfügung.
Natürlich kann man sie genausogut für ein T-Shirt oder meinetwegen eine Unterhose benutzen.
Wir haben uns die Jacken beflocken lassen, was sehr gut geklappt hat, es sollte auch mit einem Flexdruck möglich sein, die Motive drucken zu lassen.
Anordnung ist natürlich Geschmackssache.


thiefjacken.zip [134 KB]



Kleine Aufklärung über die Druckmethoden:

Flock-Druck und Flexdruck sind die beiden hochwertigeren Druckarten, mit denen beispielsweise Vereine ihre Logos gern auf Sportsachen aufdrucken lassen.

Flexdruck ist ein elastisches, gummiartiges Material, das leider bei hoher Beanspruchung schonmal Risse bekommt, Flockdruck ist die etwas flauschigere Variante, die fast nicht totzukriegen ist, sich aber für beispielsweise Schwimmsachen nicht eignet, weil sie Wasser aufnimmmt.
Beide haben den Vorteil, Buchstaben und Symbole einzeln aufdrucken zu können und nicht, wie im üblichen Kopierladen, nur als komplettes Bild. Diese Methode hätte das Motiv wahrscheinlich gar nicht darstellen können- oder eben nur schlecht.

Für beide hochwertigeren Varianten werden Vektorgrafiken benötigt, da die Druckmaschine die Symbole nach den Vektoren aufdruckt. Bei den Glyphen war das ein ziemliches Theater. Die vorliegenden Dateien sind aber bereits vektorisiert.

Die Shirts oder Jacken, oder was immer Ihr bedrucken lassen möchtet, sollten einen kurzen Hitzeschub abkönnen. Die beiden Drucke werden mit einer Hotmelt-Presse aufgegeben, soweit ich weiß. Baumwolle eignet sich natürlich, aber ich habe auch schon Badeanzüge bedrucken lassen (natürlich nicht mit Glyphen! ßß ), es sollten halt nicht gerade die dünnsten und billigsten Synthetik-Klamotten sein.
Vorsicht auch mit Plastikreißverschlüssen, eine Jacke von unseren hatte danach einen teilweise geschmolzenen und brauchte einen neuen.

Ansonsten haben die beiden Druckvarianten den Vorteil, nicht bei der Wäsche zu verblassen und so ziemlich jeden Unsinn mitzumachen.

Der Preis pro Jacke sollte 15 Euro für den Druck nicht überschreiten, sonst will Euch einer an der Nase rumführen. Ich hab (natürlich für ein paar mehr) pro Jacke 10 Euro für den Druck bezahlt.